Es gibt eine Reihe von Fragen und Fachausdrücken, die immer wieder gestellt werden. Wr werden versuchen, diese im folgenden zu beantworten.


  • Ist glutenfrei dasselbe wie weizenfrei?
Nein! Gluten oder Gliadin ist ein Proteinkomplex, der in Weizen, Hafer, Roggen und Gerste vorkommt. Bei Menschen mit einem bestimmten genetischen Defekt verursacht es eine Störung der Darmtätigkeit. Diese Erkrankung wird bereits im Kindesalter diagnostiziert und die Patienten müssen sich glutenfrei ernähren. Sie können aber sehr wohl andere Proteine aus dem Weizen zu sich nehmen. Weizenunverträglichkeit ist eine ganz andere Sache. In diesem Fall entwickeln Sie auf irgendeines der verschiedenen Proteine des Weizens eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Da Gluten nur ein bestimmtes Protein des Weizens beziehungsweise anderer Getreide ist, ist die Tatsache, dass ein Lebensmittel glutenfrei ist, überhaupt keine Garantie, dass es auch weizenfrei ist. Es sind jedoch einige glutenfreie Produkte auf dem Markt, die auch weizenfrei sind.

  • Was ist mit Ziegenmilch und Schafsmilch?
Kuh und Ziege sind zoologisch nah verwandt. Wenn Sie eine Unverträglichkeit auf Kuhmilch haben, besteht eine etwas 50 %ige Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch auf Ziegenmilch ragieren. Wenn Sie noch nicht auf Ziegenmilch reagieren, aber anfangen Ziegenmilch als Ersatz für Kuhmilch regelmäsig zu konsumieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Sie eine Unverträglichkeit auch auf Ziegenmilch entwicklen werden. Schafe hingegen sind entferntere Verwandte der Kuh, daher tolerieren mehr Menschen mit einer Kuhmilch-Unverträglichkeit Schafsmilch sowie Joghurt und Käse aus Schafsmilch. Diese Produkte sind sowohl in Gesundheitsläden als auch in Supermärkten in zunehmenden Maße erhältlich.

  • Was ist mit Käse?
Wenn Sie auf Kuhlich reagieren, sollten Sie Käse aus Kuhmilch meiden. Bei der Käseherstellung werden aber auch hefeähnlicheOrganismen verwendet. Daher kann es auch ebi Menschen, die auf Hefe reagieren, zu einer Reaktion kommen. Die Beziehung zwischen Kuhmilchkäse, Ziegenkäse und Schaftskäse ist ähnlich der Beziehung zwischen Kuhmilch, Ziegenmilch und Schafsmilch.

  • Wie kann ich meinen Calciumbedarf decken, wenn ich Milch weglasse?
Gemüse wie Kohl, Spinat, Salat und Broccoli sind reich an Calcium. Ausserdem findet man Calcium auch in Nüssen und Vollkornprodukten.

  • Ist es möglich, dass ich auf einige Bestandteile von Eiern reagiere und auf andere nicht?
Ja. Es gibt Menschen, die auf Eigelb reagieren aber nicht so stark auf Eiweiß oder umgekehrt.

  • Beseitigt kochen Allergene in Lebensmitteln?
Oft schon, da der Kochvorgang die Proteinstruktur verändern kann. Es gibt Menschen, die auf Vollmilch reagieren, aber nicht auf Kondensmilch, auf rohe Tomaten, aber nicht auf gekochte usw.. MAn kann sich aber nciht darauf verlassen.

  • Gibt es einen großen Unterschied zwischen Bäckerhefe und Brauerhefe?
Bäckerhefe und Brauerhefe sind nah verwandte Substanzen mit einem geringen allergenen Unterschied.

  • Wieso sind Lebensmittelfamilien so wichtig?
Wenn man auf ein Mitglied einer Lebensmittelfamilie reagiert, reagiert man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch auf andere Mitglieder derselben Lebensmittelfamilie. Dies heißt aber nciht, dass Sie, wenn Sie auf Rindfleisch reagieren, auch af alle anderen Flesicharten reagieren, sondern dass die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass Sie auch auf andere Rindfleisch- und Kuhprodukte und auch Molkereiprodukte reagieren werden.
Ein anderer Grund, Lebensmittelfamilien zu beachten ist, dass die kontinuierliche Einnahme von mehreren Lebensmitteln aus derselben Familie zur Entwicklung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten fürhen kann. Wenn Sie zum Beispiel viel Gemüse wie Kohl, Broccoli und Blumenkohl essen, kann dies zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit gegenüber der gesamten Lebensmittelfamilie "Brassicaceae" führen.
Diese Zahlen stammen aus statisctischen Erhebungen. Die beschriebenen Reaktionen müssen aslo nicht bei jedem PAtienten stattfinden.


  • Was ist mit Zucker?
Weißer Zucker ist eine stark gerreinigte Substanz mit sehr geringen Spuren von Protion. Daher sind echte Unverträglichkeitsreaktionen äußerst selten.
Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten, wir Zucker dem Körper Probleme bereiten kann. Zucker verbraucht bei seiner Verstoffwechselung Vitamine und Mineralien. Außerdem soll er das Wachstum von unerwünschten Darmbewohnern wie zum Beispiel Candida albicans fördern.